Berechenbar ist ein Kompliment
Backöfen, Kühlketten und kontinuierliche Linien haben einen Lastgang wie ein Metronom. Was in anderen Branchen langweilig klingt, ist hier der Hebel: Wer weiß, wann er Strom zieht, kann entscheiden, wann er ihn nicht zieht.
Hoch, aber vorhersehbar
Anders als in der Metallverarbeitung kommt die Last hier nicht in Ausschlägen, sondern durchgehend. Kühlung läuft, wenn niemand da ist. Der Ofen kennt kein Wochenende. Jede Kilowattstunde Netzbezug ist damit eine Kalkulationsgröße, besonders im Mehrschichtbetrieb.
Der Netzbetreiber legt für sein Gebiet Hochlastzeitfenster fest – Zeiten, in denen das regionale Netz besonders belastet ist. Wer seine Last genau dann absenkt, kann ein individuelles Netzentgelt nach § 19 Abs. 2 StromNEV vereinbaren.
Und genau dafür ist ein planbarer Lastgang die beste Ausgangslage: Sie wissen im Voraus, was wann läuft. Der Speicher muss die Fenster nur noch überbrücken.
Drei Dinge, die zusammenpassen
Aus dem Fenster heraus
Während des Hochlastzeitfensters liefert der Speicher, außerhalb lädt er nach. Die Produktion merkt nichts davon – das ist der Punkt.
Sonne statt Einspeisung
Was die Dachanlage mittags mehr erzeugt, als die Halle braucht, wandert in die Abend- oder Nachtschicht statt zur Einspeisevergütung ins Netz.
Ruhe im Netz
Wo Kälteanlagen und Antriebe takten, ist ein Puffer am Netzverknüpfungspunkt mehr als Kostenrechnung. Ob er auch Spannungseinbrüche abfängt, entscheidet die Auslegung Ihres Standorts.
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