Wirtschaftlichkeit

Im Netzwerk mehr Speicherspaß

Ein Speicher, der allein auf dem Werksgelände steht, nutzt einen Teil seiner Möglichkeiten nicht. Was sich ändert, wenn er Teil eines größeren Verbunds wird – und was dabei ehrlicherweise offen ist.

Wer heute einen Gewerbespeicher plant, denkt meist an zwei Dinge: Eigenverbrauch erhöhen und Lastspitzen kappen. Beides ist richtig. Beides beschäftigt die Batterie aber nur einen Teil des Tages.

Allein gegen im Verbund

Ein Speicher im Alleinbetrieb reagiert ausschließlich auf die Lastflüsse des eigenen Betriebs. Sind die Spitzen abgefangen und ist der Eigenverbrauch gedeckt, steht die verbleibende Kapazität ungenutzt herum.

Im Verbund bleibt der Speicher für alle lokalen Aufgaben verfügbar, stellt seine freie Kapazität aber einem übergeordneten Pool zur Verfügung. Der Aggregator fasst viele kleine Anlagen zu einer Größe zusammen, die an Märkten auftreten kann, für die eine einzelne Batterie zu klein wäre.

Allein am Standort eigener Lastgang Freie Kapazität bleibt ungenutzt. Im Verbund gemeinsame Vermarktung Viele kleine Speicher treten als eine Größe auf.
Links der Alleinbetrieb: Die Steuerung kennt nur den eigenen Lastgang. Rechts der Verbund: Mehrere Anlagen werden über eine gemeinsame Vermarktung zu einer Einheit zusammengefasst.

Was der Verbund technisch möglich macht

  • Zugang zu Märkten mit Mindestgrößen. Für die Teilnahme an den Regelleistungsmärkten gelten Mindestleistungen und ein Präqualifikationsverfahren. Einzelne Mittelstandsspeicher erreichen diese Größen in der Regel nicht – ein Pool schon.
  • Verfügbarkeit, die rotieren kann. Ein einzelner Speicher muss zugesagte Leistung durchgehend vorhalten. Im Pool kann die Zusage über viele Anlagen verteilt werden, wodurch jede einzelne mehr Spielraum für ihre lokalen Aufgaben behält.
  • Reaktion in Sekunden, ohne eigenes Zutun. Die Vermarktung folgt Preis- und Netzsignalen im Sekundenbereich. Das übernimmt die Poolsteuerung; im Betrieb entsteht dafür kein zusätzlicher Aufwand.

Die Frage, die zuerst kommt

„Habe ich dann noch genug Speicher, wenn mein Betrieb ihn braucht?" – das ist die berechtigte erste Frage, und sie hat eine klare Antwort: Die lokale Aufgabe hat Vorrang. Erst wenn Lastspitzenkappung und Eigenverbrauch abgesichert sind, wird die verbleibende Lade- und Entladeleistung überhaupt angeboten.

Die Priorität steht vor der Vermarktung, nicht daneben.

Diese Reihenfolge ist keine Einstellungssache, sondern die Voraussetzung dafür, dass der Speicher seinen eigentlichen Zweck weiter erfüllt.

Was wir an dieser Stelle offenlegen

Erlöse aus Pool-Vermarktung hängen an Faktoren, die niemand im Voraus zusagen kann: an der erfolgreichen Präqualifikation, an der Aggregation selbst und an Auktionsergebnissen, die sich über Tageszeit und Jahreszeit erheblich unterscheiden. Bieten ist nicht gleich Zuschlag.

Deshalb finden Sie hier keine Ertragszahl. Was wir stattdessen tun: Wir rechnen Ihren Standort mit den realen Auktionsdaten des Vorjahres durch, blockgenau statt als Jahresmittel, und legen die Annahmen offen – einschließlich der konservativen, etwa dass nicht jedes Gebot einen Zuschlag bekommt.

Wie die Erlöse zwischen den Beteiligten aufgeteilt werden, gehört in den Vertrag und nicht in einen Fachbeitrag. Fragen Sie danach, bevor Sie unterschreiben – bei uns wie bei jedem anderen Anbieter.

Und der eigentliche Punkt

Ein Gewerbespeicher ist ein Betriebsmittel, kein Notstromaggregat. Als Einzelkämpfer bleibt er die meiste Zeit des Tages ein passiver Puffer. Im Verbund wird aus derselben Hardware ein Betriebsmittel, das auch dann arbeitet, wenn vor Ort gerade nichts zu tun ist.

Was bringt der Verbund an Ihrem Standort?

Wir rechnen es mit echten Auktionsdaten durch – mit offengelegten Annahmen.

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